Tierernährung für Katzen und Hunde

 Fast Food für Katzen und Hunde

 
Nicht nur wir Menschen, auch unsere Hunde und Katzen werden zunehmend unnatürlicher ernährt. Fast Food für Tiere ist die Regel und nicht die Ausnahme. Die florierende Tierfuttermittelindustrie suggeriert den Verbrauchern mit industriell hergestelltem Futter das Beste für Ihr Tier zu tun.
Jeder verantwortungsvolle Tierhalter möchte, dass es seinem Tier gut geht und wenn es immer wieder heißt, nur in industriell gefertigtem Futter sei alles enthalten, was der vierbeinige Freund bräuchte, werden viele Menschen so verunsichert, dass sie erst gar nicht versuchen, Futter selber herzustellen.
Fakt ist, dass mit industriell hergestelltem Tierfutter ein möglichst hoher Profit erwirtschaftet werden soll. Das geht nur über einen hohen Preis, der auf dem Markt auch Aufgrund der „Geiz ist Geil“- Mentalität jedoch nur noch schwer durchzusetzen ist oder durch eine Senkung der Produktionskosten. Konkret bedeutet dies mindere Fleischqualität, und billige Füllstoffe im Tierfutter wie z.B. Zucker, Tiermehle aus Tierverwertungsanlagen, genverändertes Soja uund Mais sowie Getreide. Allessamt Zutaten, die in Hundenahrung und Katzenfutter nichts zu suchen haben sollte.
 
Artgerechte und sinnvolle Fütterung von Katzen und Hunden
 
Ernährungsphysiologische Bedürfnisse von Katzen
 
Katzen benötigen als reine Fleischfresser tierisches Eiweiß und einen hohen Anteil an Fett in ihrer Nahrung. 93% ihrer Nahrung sollte aus tierischen Eiweiß bestehen (Dr.med.vet. Ziegler 2011). Katzen brauchen benötigen die Fettsäure Arachidonsäure sowie Taurin in ausreichender Menge. Katzen brauchen weder Kohlenhydrate in Form von Getreide (Mais, Weizen, Reis etc.) noch schwer bekömmliches pflanzliches Eiweiß wie Soja. Ballaststoffe stellen nur einen geringen Teil ihrer Nahrung da, diese würden sie in der freien Natur durch das Fressen des Beutierfells zu sich nehmen.
 
Wie muß ein gutes Fertigfutter für Katzen beschaffen sein ?
 
•Nassfutter
•hoher Fleischanteil von über 90%
•kein Getreide, kein Soja
•Fleisch in Lebensmittelqualität
•keine Geruchsstoffe
•keine Farbstoffe
•keine Geschmacksverstärker
•keine chemischen Konservierungsstoffe
•kein Zucker
•keine Tier- und Kadavermehle
•keine Pflanzen- und Getreidemehle
•kalt abgefüllt
Wir beraten Sie gerne. Für ein kostenloses Vorgespräch vereinbaren Sie einen Termin unter Tel: 030 85967161 oder senden Sie uns eine mail an 5elementepraxis@web.de
 
Wie sieht die Realität bei handelsüblichen Katzenfutter aus ?
 
Exemplarisch für viele gängige Katzenfutter hier die Zusammensetzung eines Katzenfutters mit einem sehr hohen Marktanteil: Fleisch und tierische Nebererzeugnisse ( Pute: mind. 4%), Gemüse ( mind. 4%), Getreide, Mineralstoffe, Zucker.
 
Artgerechte Katzenernährung ? Katzen würden Mäuse kaufen !
 
Die optimale Ernährung für Katzen sind Mäuse. Wenn ich keine Freigänger habe, die draußen Mäuse jagen und auch fressen, habe ich folgende Möglichkeiten
 
a)     die Kombination aus Rohfütterung plus hochwertigem Fertigfutter (Nassfutter). Letztere Variante ist für die meisten Katzenhalter die einfachste.
b)     biologischen Rohfütterung (BARFEN)
c)     nur hochwertiges Fertigfutter (Nassfutter)
 
Kombination von selbst hergestelltem Futter und Dosenfutter
 
Eine sehr praktikable Lösung für viele Hundebesitzer und Katzenhalter ist die Fütterung ihrer Vierbeiner durch eine Kombination von hochwertigem Fertigfutter plus einem Teil Rohfütterung. Der deutsche Verhaltensbiologe und Katzenpapst Prof. Dr. Paul Leyhausen, der bis zu seinem Tode das Max-Plank-Institut für Verhaltensphysiologie in Wuppertal leitete, konstatiert in seinem Standardwerk "Katzenseele", das ein Drittel der täglichen Futterration für Hauskatzen aus Frischfleisch bestehen sollte. Wichtig: kein Schweinefleisch verfüttern.
 
 
Selbst hergestelltes Futter für Hunde und Katzen (BARFEN)
Gerade für Hunde ist es oftmals weniger aufwendig als gedacht, Futter selber herzustellen. BARFEN, die biologisch artgerechte Fütterung mit rohem Fleisch (englisch: Biologically Appropriate Raw Food) wird auch hierzulande immer beliebter. Hierbei ist es wichtig, dass es nicht ausreicht, dem Hund oder der Katze einfach rohes Fleisch in ausreichender Menge anzubieten. Hund und Katze würden dann bald an Mangelernährung leiden. Das hängt damit zusammen, das Hunde oder Katzen nicht nur das Fleisch des Beutetieres, sondern auch andere Körperteile wie Innereien sowie Knochen und ggf. Fell mitfressen. Die Rohfütterung für Katzen muß daher supplementiert werden mit einer genau auf das individuelle Tier abgestimmte Mischung benötigter Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Ballaststoffen. BARFEN für Hunde ist leichter als für Katzen, aber wer sich vorher genaustens darüber informiert, wie der Bedarf für sein Tier berechnet werden muß wird mit einiger Übung auch mit dem BARFEN für seine Katzen gut zurechtkommen. Insbesondere bei Katzen ist auf eine ausreichende Menge an Taurin zu achten, siehe unten.
 
 
Katzen sind Fleischfresser
 
Katzen sind unter den Säugetieren die Carnivore (Fleischfresser) schlechthin. Sie benötigen in erster Linie hochwertige tierische Proteine (Eiweiß) und Fette. Letzteres „liefert Energie, dient als Geschmacksverstärker, transportiert fettlösliche Vitamine und enthält die für Katzen lebensnotwendige Fettsäure Arachidonsäure“ (Stiftung Warentest 2008).
 
Katzen und das lebensnotwendige Taurin
 
Katzen benötigen einen hohen Anteil von Taurin in ihrer Nahrung. Sie haben einen hohen Verbrauch an Taurin, der durch Zufuhr über die Nahrung gewährleistet sein muß. Taurin ist ein Abbauprodukt der schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin und kann vom Katzenorganismus nicht in ausreichender Menge selber hergestellt werden. Ein über längeren Zeitraum anhaltender Taurinmangel führt bei allen Katzenarten zu Mangelerscheinungen und schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden. Taurin kommt nur in tierischen Geweben vor; Mäuse haben einen der höchsten Tauringehalte und sind die natürliche Lebensgrundlage von Katzen. Fertigfutter enthält synthetisiertes Taurin in ausreichender Menge.
 
Katzen brauchen keine Kohlenhydrate in Form von Getreide (Mais, Weizen, Reis etc.) in ihrer Nahrung
 
Der Katzendarm ist als Verdauungstrakt eines Fleischfressers sehr kurz (Verhältnis Darmlänge zu Körperlänge 3:1; im Vergleich Mensch 6:1, Schaf 24:1); Getreide kann dadurch nicht richtig aufgespalten und verwertet werden. Die Folge ist eine zu lange Verweildauer des Futters im Darm und dadurch entstehende Verdauungsprobleme sowie Blasensteine aufgrund ungünstiger ph-Werte im Urin der Katze.
 
Katzen brauchen keine pflanzlichen Proteine wie Soja, diese sind für Katzen schwer bekömmlich. Viele Tierärzte und Tierheilpraktiker vermuten, dass Soja Futterallergien auslösen kann. Zudem ist das in Tierfutter verwendete Soja oft genmanipuliert.
 
Brauchen Katzen Trockenfutter ?
 
Katzen brauchen kein Trockenfutter. Katzen sind Wüstentiere. Ihre alleinigen Vorfahren, wie Genetiker jetzt eindeutig beweisen konnten, sind die nordafrikanischen Falbkatzen (Felis silvestris lybica). Als Wüstentiere sind sie perfekt an die ariden Bedingungen ihres Lebensraums angepasst; Wasser ist dort ein rares Gut und Katzen haben im Laufe der Evolution gelernt, ihren Flüssigkeitsbedarf vorwiegend aus der Nahrung decken. Trockenfutter enthält jedoch laut Untersuchungen der Stiftung Warentest (2008) nur rund 8% Wasser“. Jeder Katzenhalter einer gesunden Katze, die nicht mit Trockenfutter gefüttert wird, kann täglich beobachten, das sie relativ wenig trinkt. Dies ist normal und kein Grund zur Besorgnis. Trockenfutter entzieht dem Katzenorganismus mehr Wasser, als die Katze in der Regel wieder zu sich nimmt. „Um bei Trockenfutternahrung ausreichend Flüssigkeit zu erhalten, müsste die Katze analog zur gefressenen Menge an Trockenfutter die 3fache Menge an Wasser trinken“ (Dr.med.vet. Ziegler 2011)
Zudem besteht Trockenfutter aus bis zu 80% aus Getreide, was von Katzen nicht richtig aufgespalten und verdaut werden kann und zu einer „Dauerüberlastung der Nieren führen kann“ (ebenda). Gesundheitliche Folgen können wie Tierärzte vermuten entstehen, wozu Nieren – und Harnwegserkrankungen, sowie durch Getreide in der Nahrung ausgelöste Verdauungsprobleme und die Bildung von Blasensteinen durch ph-Wert Verscheibungen im Urin.
 
Die international bekannte amerikanische Tierärztin und Autorin Dr. Jean Hofves schreibt zum Thema Trockenfutter bei Katzen: “If I had only one rule I could make for all of them (sic: cats), it would be no dry food." (Quelle: Urinary Tract Problems in Cats, November 2010)
 
Artgerechte Ernährung für Hunde
Wie muß ein gutes Fertigfutter für Hunde beschaffen sein ?
 
Nassfutter
hoher Fleischanteil
kein Soja
Fleisch in Lebensmittelqualität
keine Geruchsstoffe
keine Farbstoffe
keine Geschmacksverstärker
keine chemischen Konservierungsstoffe
kein Zucker
keine Tier- und Kadavermehle
keine Pflanzen- und Getreidemehle
kalt abgefüllt
 
Wir beraten Sie gerne. Für ein kostenloses Vorgespräch vereinbaren Sie einen Termin unter Tel: 030 85967161 oder senden Sie uns eine mail an 5elementepraxis@web.de